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News - 1. Damen - Spielbericht

HSG IMM MITTWEIDA vs. CHEMCATS CHEMNITZ (53:90)

Großartiger Auftritt unseres HSG-Damen-Team beim Pokalfight gegen Bundesligist Chemnitz!

Vor 100 begeisterten Zuschauern kam es am Dienstagabend zum sächsischen Derby im DBBL-Pokal! In der 2.Runde trafen die HSG IMM Mittweida auf den Erstligisten ChemCats Chemnitz! Nach einem großartigen Pokalfight verabschiedeten sich die Lions aus dem DBBL-Pokal mit einer 53:90 Niederlage. Jedoch täuscht die hohe Niederlage über den wahren Spielverlauf hinweg. Zumindest bis zur Halbzeit spielten beide Teams auf Augenhöhe. Dabei konnte der Regionalliga-Aufsteiger gegen den Erstligisten sensationell das erste Viertel mit 22:20 gewinnen. Am Ende gewann das Team mit den größeren konditionellen Reserven und der individuellen Überlegenheit eines Erstliga-Teams. Trotzdem das machte "Hunger" auf mehr!

Der DBBL-Pokalabend ist Geschichte...was bleibt sind schöne Erlebnisse der Spielerinnen aus Mittweida, die sich zurecht über ihre gezeigte Leistung freuen können. Die Chemnitzer ChemCats haben die 3.Runde im DBBL-Pokal erreicht und verdienten sich durch sehenswerte Aktionen während des Spiels viel Beifall auch vom Mittweidaer Publikum. Cats-Trainer Raoul Scheidhauer hatte sich bestimmt einen ruhigeren Abend und eine entspanntere Spielweise seiner Bundesliga-Mannschaft erhofft. Allein die Gegenwehr der Lions war vorallem in der 1.Halbzeit zu stark, als das sich der Erstligist hätte gemütlich zurücklehnen können. Das erste Viertel wurde mit einem krachenden Dreier von Spielertrainerin Elena Hennig zum 3:0 begonnen. Spätestens ab jetzt wussten die Spielerinnen der ChemCats, dass es in Mittweida keine "Kaffeefahrt" werden würde.

Auch wenn es diesmal ohne Spielmannszug und Cheerleaders gehen musste, so machten die Zuschauer und Trommler viel Stimmung. Denn die Spannung war im 1.Viertel nicht zu überbieten. Als die ChemCats bereits 7:17 führten bliesen die Lions ihrerseits zum Sturmlauf und spielten wie entfesselt. Der sensationelle Gewinn des 1.Viertels mit 22:20 für die Lions war der Lohn eines großerartigen Spieles gegen den Erstligisten aus Chemnitz.

Im 2.Viertel hatten die Zuschauer weiterhin viel Freude an den tollen Spielzügen beider Mannschaften. Man schenkte sich nichts und spielte dabei ein hohes Tempo. Besonders Janet Kempe, die Chefin unter den Körben ließ nichts anbrennen und zauberte 20 Punkte in die Reuse der ChemCats. Mit 32:48 für Chemnitz ging es in die verdiente Halbzeitpause. Die Lions hatten nun ein erstes "Etappenziel" erreicht, denn man hatte mehr Punkte zur Pause erzielt als beim letzten Aufeinandertreffen im Rahmen des ChemCats-Cups im September. Dort erreichten die Lions im ganzen Spiel nur 31 Punkte. Auf seiten der Gäste war es vornehmlich die großgewachsene Martina Bozikov aus Kroatien, die mit ihren 5 Dreiern für mächtig Furore von der Dreierlinie sorgte. Auch die beiden Amerikanerinnen Fertitta und Keith zeigten tolle Aktionen während der ersten Halbzeit.

Im 3.Viertel merkte man, dass die erste Halbzeit, speziell den Lions viel Kraft gekostet hatte. Trotzdem gab es kaum "künstlerische" Pausen auf beiden Seiten. Dieses Viertel konnten die ChemCats letztendlich mit 8:14 gewinnen. Leider verletzte sich die bis dahin stark aufspielende Heila Rosenfeldt unglücklich bei einer Rückwärtsgewegung, als sie einer Spielerin auf den Fuß trat am Sprungelenk. Das gesamte Lions-Team wünscht Heila gute Besserung, dass sie schnell wieder zum Einsatz in der Bundesliga kommen kann. Sie war bis zum 3.Viertel mit 11 Punkten eine tragende Figur im Spiel der ChemCats. Mit 40:62 ging man ins finale letzte Viertel. Dort merkte man ab etwa 5 Minuten vor Spielende, das das hohe Tempo in diesem intensiv geführten Spiel auf Seiten der Lions konditionell seinen Tribut forderte. In 72 Stunden zwei Spiele (gegen den Spitzenreiter der Regionalliga Bamberg mit 7 Spielerinnen und jetzt gegen Bundesligist ChemCats der Pokalfight) waren eine große Herausforderung für die HSG-Damen. So kamen die ChemCats vorallem in den letzten zwei Minuten zu leichten Punkten die aber auf Seiten des Mittweidaer Publikums niemand so recht störten. Viel zu sehr hatte man sich über die gezeigte Leistung an diesen Abend gefreut. Mit stehenden Applaus in der letzten Minute des Spiels zeigten die Besucher dieses Pokalabends ihren Respekt und die Freude dabei gewesen zu sein. Mit 53:90 gewannen die Chemcats diese Pokal-Begegnung, wobei man mit 11 Dreiern vornehmlich aus der Distanz zu seinen Punkterfolgen kam. Hallensprecher Jan Claus moderierte die Partie in gewohnt professioneller Manier. Die beiden Bundesliga-Schiedsrichter Ronny Wegner aus Leipzig und Ronny Wendler aus Chemnitz leiteten die Partie angenehm unauffällig. Auch hinter den "Kulissen" ging es professionell zu werke...denn unsere guten "Geister" vom Buffet Sonja und Mandy Rück ließen keine Wünsche der Gäste offen. Der "legendäre" Kartoffelsalat (5 Kg) war leider schon vor Spielbeginn ausverkauft... Die "Mission DBBL-Pokal" ist vorbei, was bleibt sind schöne Erinnerungen und die Gewissheit, mit der Teilnahme an diesem prestigeträchtigen Wettbewerb alles richtig gemacht zu haben. Unsere Damen hatten gegen Bundesligist Jena und nun gegen Erstligist ChemCats schöne Erlebnisse und jeder der dabei gewesen ist wird diese Spiele nicht so schnell vergessen. Danke ans Team für diese Energieleistung! Den Chemnitzer "Katzen" wünschen wir für den weiteren Pokalwettbewerb viel Erfolg und vielleicht gelingt bald der "große Wurf" mit dem FinalFour.

Statement Spielertrainerin Elena Hennig: Ich bin froh, dass es vorbei ist. Denn die Partie hat uns allen viel Kraft gekostet.Trotzdem ein großes Lob an meine Mädels, die wieder unter Beweis gestellt haben, dass wir immer besser zusammenwachsen. Das unser "Jung-Lion" Susanne Fröhner mit 16 Jahren auch gegen die ChemCats getroffen hat freut mich besonders, denn es wird das Selbstvertrauen für künftige Einsätze stärken. Uns "Alten" hat es natürlich riesigen Spaß gemacht gegen unseren ehemaligen Verein bissl spielen zu können. Für meine Mädels war es ein großes Ereignis gegen einen Erstligisten im DBBL-Pokal gespielt zu haben. Jetzt konzentrieren wir uns auf Vach um am Sonntag zu gewinnen!"

So spielte Mittweida: Elena Hennig 10 Punkte/2 Dreier, Susanne Fröhner 2 Punkte, Carolin Nobis 2 Punkte, Sandra Werner, Kathrin Rück 10 Punkte, Ines Herschel 4 Punkte, Susanne Leonhardt 5 Punkte/1 Dreier, Janet Kempe 20 Punkte, Nadia Sieber

So spielte Chemnitz: Fertitta 17 Punkte/1 Dreier, Müsch, Schmidl 2 Punkte, Rosenfeldt 11 Punkte/1 Dreier, Keith 18 Punkte/2 Dreier, Nietzsche 19 Punkte/2 Dreier, Bozikov 21 Punkte /5 Dreier, Schnorr 2 Punkte

14.10.2008, Jörg Hennig

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