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News - 1. Damen - Spielbericht

HSG IMM MITTWEIDA vs. TUS JENA BURGAUPARK LADYBASKETS (63:59)

Mittweida schaltet Bundesligist Jena aus DBBL-Pokal aus!

Die Lions schaffen die große Überraschung der 1.Pokalrunde im Deutschen Bundesliga-Pokal-Wettbewerb (DBBL). Mit 63:59 besiegen die HSG-Damen in einem wahren Herzschlagfinale, nach großen Kampf, in der tobenden "Hölle" am Schwanenteich das Bundesliga-Team von TuS Jena Burgaupark LadyBaskets!

Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison 2008/2009 haben die Lions-Damen aus Mittweida in der 1.Runde des DBBL-Pokals den Bundesligisten TuS Jena Burgaupark LadyBaskets ausgeschaltet.

Der Regionalliga-Aufsteiger spielte dabei erstmals in vollständiger Besetzung und lieferte dem Jenaer Team von Beginn an einen großartigen Pokalfight.

Vor 100 frenetisch anfeuerten Zuschauern und der Trommlerbrigade entwickelte sich im "Tollhaus" Schwanenteichhalle ein rassiges und vor allem spannendes Spiel.

Im ersten Viertel wurden die Thüringer-TuS-Damen regelrecht von der Angriffswucht des HSG-Teams überrascht. Der Lohn des 1.Viertels war ein 18:14 Zwischenstand.

Im 2.Viertel zeigten die LadyBaskets das sie ein tolles Team sind und nicht umsonst in der Vorbereitung etablierten Erstligisten paroli geboten hatten. Jena kämpfte und spielte sowohl in Offense wie Defense sehr effektiv. Meist wurde Spielmacherin Elena Hennig in Doppelbewachung genommen. Auf Seiten der Lions kam zudem etwas Wurfpech hinzu. Mehrfach kreiselte der Ball um den Ring und "entschloss" sich nicht hineinfallen zu "wollen".

Der Halbzeitstand von 30:36 für die LadyBaskets Jena war deshalb folgerichtig und verdient.

Wer aber dachte, dass damit die sprichwörtlichen "Messen gesungen" waren, irrte...denn mit Wiederanpfiff der beiden Unparteiischen Dzaja Stipo und Gunaratnam Ramseh aus Berlin begann eine unglaubliche Aufholjagd der HSG-Lions. Durch einen 10:0 Run waren die Lions plötzlich in 40:36 Führung. Ganze 4 Minuten brauchte Jena nach Wiederanpfiff in der 2.Halbzeit bis das Team von Wolfgang Meier wieder im Spiel war und selbst punkten konnte. Die Lions waren in eigener Defense äußerst aggressiv und entschlossen, wie man es in einem Pokalfight von jeder Spielerin einfach erwarten musste. Die Zuschauer waren sofort zu Stelle und in der "Hölle" am Schwanenteich erlebten beide Teams eine tolle Pokalstimmung. Der Sturmlauf der Lions wurde mit einem 18:10 Endstand im 3.Viertel beendet. Mit 48:46 gingen die Mittweidaer HSG-Damen ins letzte finale Viertel. Dieses wurde ebenfalls dramatisch begonnen. Beide Teams zeigten den Zuschauern eine tolle Defensearbeit sodass minutenlang kein Ball in die Reuse fiel. Vor allem Sandra Werner, Carolin Nobis und Viola Kollten-Müller hefteten sich mit großem Einsatz an die sprichwörtlichen "Sohlen" ihrer Gegenspielerinnen. Centerin Nadia Sieber leistete unter den Körben gegen die groß gewachsene Frauke Till Schwerstarbeit.

Die Lions welche nun die Sensation witterten und mit jeder Minute mehr an sich zu glauben schienen zogen noch einmal das Tempo an. Bei Jena machte sich nun ein deutlich spürbarer Kräfteverlust bemerkbar. Als Mittweida Sekunden vor Ende des Spieles mit 61:59 in Führung lag, dabei sich selbst im Angriff befand, fing die Halle an zu toben. Alle Zuschauer applaudierten stehend für diesen DBBL-Pokal-Fight den sie an diesem Abend geboten bekommen hatten. Beide Teams schenkten sich nichts und spielten jederzeit auf Augenhöhe. Kurz vor Schluss blieb es dem stark spielenden Team-Kapitän Kathrin Rück vorbehalten einen Offense-Rebound zu erkämpfen und selbst den Schlusspunkt zum 63:59 zu setzen. Die Pokalüberraschung war damit perfekt. Der Regionalliga-Aufsteiger schaltet den Bundesligisten Jena aus und kann sich nun auf die nächste Pokalrunde freuen. Sicher hatte Jena mit dem für das Team unglücklichen Termin in Mittweida zu kämpfen. Denn zeitgleich fand an diesem Wochenende ein Turnier in Jena statt, was ebenfalls wie eine Woche zuvor in Chemnitz stark besetzt war. Trotzdem war in Mittweida bei der ersten Teilnahme in diesem Wettbewerb die Freude groß und man kann damit seine wohl einmalige Heimbilanz in allen Punkt- und Pokalspielen aufrechterhalten. Mittweida hat in der "Hölle am Schwanenteich" seit November 2005 in keinen Punkt-oder Pokalspiel mehr verloren. Die Lions-Damen feierten ausgelassen noch Stunden nach dem Spiel. Das Trainer-Duo Elena Hennig und Mathias Schubert konnten mit der gezeigten Leistung zum Saisonstart äußerst zufrieden sein.

Statement Spielertrainerin Elena Hennig: Mein Team hat mich heute im ersten Pflichtspiel der Saison sehr stolz gemacht. Selbst wenn wir verloren hätten wäre das gegen das starke Jenaer Team kein Weltuntergang gewesen. Die Art und Weise jedoch wie meine Damen in der 2.Halbzeit an sich geglaubt haben und noch einmal das Tempo forcieren konnten war beeindruckend. Im Vergleich zum ChemCats-Cup konnten wir uns weiter verbessern. Die schwere Vorbereitung gegen Erst- und Zweitligisten zahlte sich nun das erste Mal aus. Nun freuen wir uns auf die Regionalliga und den 2.Pokalgegner. Wenn wir vollzählig und gesund antreten können, werden wir sicher in der kommenden Saison gut mitspielen können!"

Statement Teamleiter Damen: Ich hoffe, das die nächsten Spiele nicht mehr so nervenaufreibend sind wie dieses Spiel gegen Jena. Der Sieg war ein wichtiger Hinweis welche Qualität in dieser Mannschaft steckt. ich bin mir sicher, dass in der jetzt beginnenden Saison jede unserer Spielerinnen ausreichend Gelegenheit der Bewährung im Team bekommen wird, denn es stehen viele wichtige und vor allem schwere Partien bevor. Außerdem startet das Damen-Team neben dem DBBL-Pokal, der Regionalliga-Meisterschaft auch noch im Sachsenpokal. Ein großer Dank an unsere Helfer, die mit dem Herzen beim Damen-Team sind und keine Zeit und Mühen für diese jungen Sportlerinnen scheuen! Zum Schluss von mir ein ganz großes Dankeschön an unsere Jugendspielerinnen die im Kampfgericht eines DBBL-Pokal-Spieles ihre Premiere hatten und für ihre tadelsfreie Leistung von den Berliner Schiedsrichtern gelobt worden. Unsere "jungen Wilden" vom Kampfgericht waren vorher ganz sicher mindestens so aufgeregt wie die Spielerinnen der HSG vor ihrer Premiere in diesem Wettbewerb!"

Folgende Teambesetzungen waren am Start: HSG IMM Mittweida: Elena Hennig 19 Punkte/2 Dreier/ 3v4 Freiwürfen, Viola Kollten-Müller 11/1/2v2, Kathrin Rück (Cap.) 16, Susanne Leonhardt, Nadia Sieber 4/2v4, Susanne Fröhner, Carolin Nobis, Sandra Werner, Peggy Kliemann, Ines Herschel 3/1, Janet Kempe 10

TuS Jena Burgaupark LadyBaskets Tanja Schäffner (Cap.), Natalie Lyssenko, Maite Ehrenberg, Anne Skorsetz, Jenny Menz, Lisa Masek, Frauke Till

Zuschauer: 100

21.09.2008, Jörg Hennig

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