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News - 1. Herren - Spielbericht

HSG MITTWEIDA vs. PLAUEN HOMESQUAD (66:79)

Ohne „Türme“ ist kein Spiel zu gewinnen

Die Männer der HSG Mittweida haben ihr Heimspiel gegen Homesquad Plauen mit 66:79 (33:46) verloren.

Die Enttäuschung war allen Spielern der HSG Mittweida nach der Niederlage gegen Homesquad Plauen anzusehen. Mit 66:79 (33:46) verlor das ersatzgeschwächte Team von Trainerin Susanne Leonhardt die Partie. Bei Kapitän Tom Andrä, der mehrmals mit den Entscheidungen der Schiedsrichter haderte, entlud sich der Frust schon fünf Minuten vor dem Ende: Mit dem Fuß drosch er einen Ball weg, kassierte ein technisches Foul, seine Mannschaft hatte spätestens jetzt keine Chance mehr, hier noch die Wende zu schaffen. Gekämpft wurde weiter bis zum Schluss. Die Niederlage hatte sich aber bereits in der ersten Halbzeit abgezeichnet. Mittweida musste ohne zwei Große auskommen, nur sieben Akteure standen im Kader. Jens Köhler hatte sich am Vorwochenende in Bautzen verletzt, Daniel Georgi in der Woche im Training. Somit fehlten gleich zwei „Türme“ im Spiel. Als etatmäßiger Center stand nur noch Andreas Jucht zur Verfügung. Dennoch war die Stimmung vor dem Anpfiff gut, die Trainingseindrücke hatten insgesamt positiv gestimmt, wie auch Henning Otto versicherte. Die HSG begann mit einer Manndeckung, was sich bald als keine kluge Entscheidung erwies. Plauen nutzte seine Größenvorteile und die körperliche Überlegenheit allgemein gnadenlos aus, führte nach dem ersten Viertel mit 20:12. Danach lief bei Mittweida gar nichts mehr zusammen, die Gäste vergrößerten den Vorsprung auf 20 Zähler. Die HSG konnte bis zur Halbzeit noch etwas Schadensbegrenzung betreiben, ging mit 33:46 in die Kabine. Die Verkürzung des Rückstands war vor allem durch die Umstellung der Abwehr auf eine Zonenverteidigung bedingt. Nach dem Seitenwechsel stand die Abwehr der Gastgeber schon richtig sicher. Erst nach 100 Sekunden landete wieder ein Ball im Korb, getroffen hatte aber ein Plauener. Mittweida blieb im Angriff weiterhin zu harmlos. Viele Abspiele landeten im Nichts, die Spielsysteme wollten nach der langen Pause noch nicht richtig greifen, auch die Freiwurfquote war bei den Gästen deutlich besser. Frei von Fehlern war aber kein Akteur. Mehrmals kam Mittweida bis auf elf Punkte heran, hatte danach oft die Chance noch weiter zu verkürzen. Aber mühelos stellten die Gäste den alten Abstand immer wieder her, so zum 49:66 vor dem letzten Viertel. Hier blies die HSG nochmals zur Attacke, erkämpfte sich zunächst viele Bälle, hatte aber nun auch richtig Pech im Abschluss. Zumindest die eigene Bank war aufgewacht, munterte mit Sprechchören auf. Doch als bei den Hausherren auch die Freiwürfe nicht mehr fallen wollten, war die Partie gelaufen. In den letzten drei Minuten behielt Plauen die Ruhe, brachte den Vorsprung locker und souverän über die Zeit. Zumindest konditionell ist Mittweida nicht mehr abgefallen, allerdings ist Homesquad auch nicht gerade für schnelles Spiel bekannt. Artig bedankten sich die Mittweidaer noch für die Unterstützung beim treuen Publikum. „Die zwei Großen haben uns heute wirklich gefehlt, so war es konditionell schwer durchzustehen. Mit der körperlichen Überlegenheit haben die uns das Genick gebrochen“, suchte Andrä nach der Partie für Erklärungen, aber nicht für Entschuldigungen. „Wir haben zu wenig getroffen. Abgeschrieben haben wir uns nicht. Man denkt doch immer, dass man es noch schaffen kann. Es geht doch schon aufwärts.“ Auch die Trainerin hielt sich mit der Kritik zurück: „Mit den Größenvorteilen haben die uns eben gekillt. Die Umstellung auf Zonenverteidigung hat viel gebracht. Im Angriff waren wir aber zu hektisch.“

Mittweida: Kandler, Kaden (6), Dietrich (23), Fröhner (9), Jucht (9), Otto (4), Andrä (15)

28.01.2011, Falk Bernhardt

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